
Von Fahrerassistenzsystemen zum automatisierten Fahren: Die technische Entwicklung verläuft rasant und Vernetzungsgrad wie Funktionsumfänge nehmen weiter zu. Entsprechend komplexer wird auch die Validierung der Fahrfunktionen. Bertrandt ist spezialisiert auf die Absicherung physikalischer Fahrfunktionen, die den Fahrer entlasten – bis zur vollständigen Entbindung von der Fahrtätigkeit.
Im Fokus unseres Absicherungsteams stehen die drei großen Bereiche Komfortfunktionen Adaptive Cruise Control (ACC), aktive Sicherheitsfunktionen Warnen Bremsen Ausweichen (WBA) sowie Fahrwerkregelung (Electronic Stability Control – ESC). Des Weiteren sind wir auch für die Aktuatorikabsicherung des Bremssystems zuständig.
Unser Team sichert Fahrfunktionen robust auf Bauteil-, System- und Fahrzeugebene ab. Diese Tests erfolgen rein virtuell, im Fahrzeug oder in der Kombination aus beidem. Mit simulationsgestützten Tests begleiten wir bereits die Software-Erstellung – sobald Systeme und Anforderungen geklärt sind. Dabei verantworten wir sämtliche Prozessschritte, von der Implementierung über die Konzeption von Testfällen bis zur Validierung auf dem Prüfstand und letztlich auch die Freigabeempfehlung. Ziel ist es stets, die Gesetzesvorgaben vollumfänglich zu erfüllen und Verbraucherschutzziele sicher zu erreichen, z. B. EuroNCAP.
Auf unseren Prüfanlagen validieren wir grundlegende Sensorabsicherungen ebenso wie die finale Applikation im Gesamtfahrzeug unter verschiedenen Witterungsbedingungen. Systemtests auf dem Testgelände oder öffentlichen Straßen finden insbesondere bei den Komfortfunktionen schon sehr früh statt. Auf der Teststrecke können wir flexibel die Testszenarien durch unser mobiles Labor x-track mit hoher Präzision darstellen und umsetzen.
Ob Autonomous Emergency Braking (AEB), Emergency Lane Keeping (ELK), Fahrdynamik oder Verzögerungsmanagement: Die effiziente Absicherung jeder Fahrfunktion erfordert ein profundes Funktions- und Systemverständnis. Dieses Know-how haben wir in aller Breite im eigenen Haus und können Funktions- und Systemverständnis jederzeit vernetzen – zum Vorteil unserer Kunden. Insbesondere kooperieren wir dabei mit den Bereichen Software Experts, Autonomous Mobility and Information Systems sowie Electronics and Virtual Testing Solutions. Dieses interdisziplinäre Zusammenwirken gehört zum Selbstverständnis unserer Expertenorganisation.
Der Sensorikumfang im Fahrzeug wird immer größer. In der Folge müssen die Datenströme vieler unterschiedlicher Sensoren fusioniert werden. Wir testen das Zusammenwirken von Laserscanner, Radar, Ultraschall, Kamera und Lidar an den Schnittstellen. So können wir klären, welcher der beteiligten Sensoren z. B. den Fußgänger oder Radfahrer nicht erkannt hat, und die Performanceverbesserung des Gesamtsystems bewerten und analysieren.
Lernende Systeme auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) sind die Zukunft. Das ist nicht erst seit der gesetzlichen Regelung für autonomes Fahren auf Level 4 gewiss. Zwar dominieren regelbasierte Systeme noch das Bild. Doch dort, wo neuronale Netze oder Deep Learning mit im Spiel sind, haben wir es bereits mit lernenden Systemen zu tun. In diesem Bereich bauen wir unsere Absicherungskompetenz seit 2018 systematisch auf. Denn neuronale Netze und Deep Learning müssen grundlegend anders abgesichert und bewertet werden. Bertrandt hat dies früh erkannt und mit der Innovationsplattform HARRI am Use Case „Park and Charge“ seine Kompetenz aufgezeigt. Mit unserem Team waren wir an der 2D/3D-Objekterkennung maßgeblich beteiligt.
1. ACC (Adaptive Cruise Control):
2. WBA (Warnen Bremsen Ausweichen) / EuroNCAP / UN-ECE
3. ESC (Electronic Stability Control) / ABS (Anti-Blockier-System):
Ein kleiner, beispielhafter Ausschnitt aus unserem aktuellen Tool- und Methodenportfolio:
Wir erfüllen allerhöchste internationale Qualitätsstandards im Projektgeschäft – hier ein Auszug:
Mit dem klaren Ziel die Vision Zero schnellstmöglich zu erreichen
