Konsequente Weiterentwicklung entlang der Kundenbedürfnisse trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen

Geschäftsjahr 2019/2020

(Ehningen, 10. Dezember 2020) Bertrandt stellt in einem herausfordernden Marktumfeld die Weichen für die Zukunft und baut das Leistungsspektrum entlang der Megatrends für die Zukunft weiter aus. Das Unternehmen hat frühzeitig auf die anspruchsvollen Rahmenbedingungen reagiert und einen Maßnahmenkatalog zur Absicherung der Wertschöpfung und zur Kostenoptimierung implementiert.

Die Coronavirus-Pandemie und die Folgen daraus beeinträchtigen das private und wirtschaft­liche Leben. Da auch viele Kunden von Bertrandt die wirtschaftliche Aktivität zeitweise gedrosselt oder unterbrochen haben, war auch Bertrandt im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Projektverschiebungen oder -aussetzungen konfrontiert.

Der Vorstand des Bertrandt Konzerns hat bereits Anfang März 2020 einen Pandemiestab ins Leben gerufen, um alle Handlungen in Bezug auf die Pandemie konzernweit zu koordinieren. „Der bestmögliche Schutz der Mitarbeiter bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der operativen Leistungsfähigkeit und Absicherung der Ertrags- und Liquiditätslage ist dabei die klare Handlungsmaßgabe“, sagt Markus Ruf, Vorstand Finanzen der Bertrandt AG. Mit der Möglichkeit von rund 7.000 mobil arbeitenden Mitarbeitern, einer zertifizierten und leistungsstarken IT-Infrastruktur sowie eines Ergebnisverbesserungsprogramms wurde den Auswirkungen der Pandemie begegnet.

Nachdem der Start in das Geschäftsjahr 2019/2020 erwartungsgemäß verlief, hatten die Auswirkungen des Virus auf die Wirtschaft und staatliche Restriktionen jedoch einen maßgeblichen Einfluss auf den weiteren Geschäftsverlauf in der Berichtsperiode. Die Gesamtleistung sank auf 916.582 TEUR (Vorjahr 1.059.870 TEUR). Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) reduzierte sich auf 15.161 TEUR (Vorjahr 60.322 TEUR). Mit besonderem Fokus wurde die Liquiditätslage des Konzerns gesteuert: der operative Cashflow im Geschäftsjahr 2019/2020 konnte um 51.237 TEUR auf 123.521 TEUR gesteigert werden. Trotz eines insgesamt restriktiven Investitionsverhaltens, wurden im Konzern 51.738 TEUR (Vorjahr 65.709 TEUR) für die Erweiterung des Leistungsspektrums entlang der Megatrends in unseren Kundenindustrien investiert.

Die Eigenkapitalquote lag im Geschäftsjahr 2019/2020 bei 42,7 Prozent (ohne IFRS 16 Effekte bei 49,2 Prozent). Die Anzahl der Beschäftigten sank im Berichtszeitraum auf 12.335 Personen (Vorjahr 13.664), aufgrund struktureller Anpassungen an die Marktbedürfnisse.

Die gesamte Automobilindustrie ist geprägt von der größten Transformation in der Ge­schichte der individuellen Mobilität. Der Schwerpunkt der weiterhin hohen Forschungs- und Entwicklungsbudgets liegt auf den Megatrends Digitalisierung, autonomes Fahren, Vernetzung und Elektromobilität. „Durch den Wandel verändern sich auch die Anforderungen an uns. Um uns als Entwicklungsdienstleister mit klarem Fokus auf Märkte und Kunden noch stärker zu positionieren, stellen wir unsere Organisationsstruktur zum neuen Geschäftsjahr um“, sagt Michael Lücke, Vorstand Vertrieb der Bertrandt AG. „Die Leistungsangebote der inländischen Automotive-Einheiten werden zukünftig in Divisions und Units organisiert. Dies schärft das technolo­gische Profil und die Zusammenarbeit als Expertenorganisation. Wir wollen diese Stärke nut­zen, um unsere Wettbewerbspositionierung weiter zu verbessern.“

In einem herausfordernden Umfeld ist Bertrandt gut positioniert und hat die Weichen für die Zukunft gestellt. Die klare strategische Fokussierung auf die Zukunft ist eine gute Voraussetzung für eine mittelfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung.

Finanzkennzahlen nach IFRS
im Bertrandt-Konzern

2019/2020

2018/2019

Gesamtleistung (in TEUR)

916.582

1.059.870

EBIT (in TEUR)

15.161

60.322

Ergebnis nach Ertragsteuern

(in TEUR)

3.735

39.014

Free Cashflow (in TEUR)

72.180

24.589

Investitionen (in TEUR)

51.738

65.709

Eigenkapitalquote* (in Prozent)

42,7

51,5

Mitarbeiterzahl weltweit

12.335

13.664

*Ohne IFRS 16: 49,2 % (Vorjahr: 51,5 %)

 

Ihre Ansprechpartnerin

Julia Nonnenmacher

Pressesprecherin

Ihr Ansprechpartner

Björn Voss

Leiter Investor Relations