Materialien im Fahrzeuginterieur unterliegen klaren Gesetzesvorgaben und Anforderungen. Emissionen aus diesen Materialien wirken sich unmittelbar auf Nase, Auge und Wohlbefinden von Fahrer und Insassen aus. Unser Spezialist*innenteam aus Materialprüfern, Ingenieuren und Naturwissenschaftlern prüft und bewertet Emissionen aus Kunststoffen sowie Oberflächen auf Eignung im jeweiligen Einsatzgebiet nach allen gängigen Vorschriften. Dies gilt auch für kombinierte Material- und Bauteilversuche.
Als Materialprüflabor bieten wir unsere Leistungen an vier miteinander vernetzten Standorten in Deutschland an: Tappenbeck, Ehningen, Köln und Mönsheim. Hier können wir auf die umfassende Bertrandt Testing-Infrastruktur zugreifen, zusätzlich zu separaten Laborumfängen für Sonderthemen. Neben den hoch verfügbaren Prüfkapazitäten schätzen Kunden insbesondere unsere Beratung zu Materialqualität und Prüfprozessen. Über den Branchenschwerpunkt Automotive hinaus sind wir auch in anderen Mobilitätssparten wie Luftfahrt und Schienenverkehr tätig.
Gesetzliche Grenzwerte, international unterschiedliche Geruchserwartungen und individuelle Ansprüche des OEM sind die bestimmenden Prüfkriterien für das Ausgasungsverhalten von Kunststoffen. Unser Prüflabor untersucht und validiert Kunststoffemissionen in entsprechenden Testanlagen und mittels Schadstoffanalysen, wie z. B. Fogging- und Formaldehydprüfungen. Für die Geruchsprüfung setzen wir unser qualifiziertes Geruchspanel mit eigens geschulten Fachkräften ein.
Damit können wir sowohl Materialproben als auch ganze Bauteilkomponenten auf ihr Emissionsverhalten überprüfen. Die Materialerprobung umfasst alle gängigen Kunststoffe, aber auch Lederarten welche anders emittieren und es somit, z.B. bei der Geruchsprüfung andere Prüfkriterien bedarf. Da im Innenraum von Fahrzeugen die Emissionen aller Bauteile in der Gesamtheit eine Rolle spielen, bieten wir ebenfalls Messungen der Gase im Gesamtfahrzeug für sämtliche Fahrzeugklassen an. Hierzu werden sowohl DIN-Normen, z. B. DIN 75201B, herangezogen, aber auch branchenspezifische Normen, wie VDA 278 oder VDA 275.
Als Materialprüflabor sind wir mit den angrenzenden Bertrandt Bereichen in Testing, Konstruktion und Entwicklung eng vernetzt und verbinden Bauteil-, Tool- und Systemkompetenzen. So können wir zu jeder Fragestellung prinzipiell eine Gesamtlösung aus einer Hand anbieten und prüfen über DIN-Standards und Prüfnormen der Kunden hinaus auch individuelle Fragestellungen, z. B. in Form von Voruntersuchungen zu Material oder Prüfteil.
Hersteller, die erstmals mit einem bestimmten OEM zusammenarbeiten, finden in uns einen erfahrenen Berater und Prozessbegleiter, der mit den spezifischen Normanforderungen und Prüfprozessen der OEM bestens vertraut ist.
Verkleidungsteile und Oberflächen in Fahrzeugen sind ständigen, starken Belastungen ausgesetzt und müssen entsprechend widerstandsfähig sein. Wir unterziehen Materialien jeder Art von Tests: von Brennverhalten (z. B. die DIN 75200) und Temperaturbeständigkeit über mechanische und chemische Materialprüfungen (z. B. Kratzprüfung, Zugprüfung, Medienbeständigkeit, UV-Alterung) bis hin zu antistatischen Eigenschaften. Dabei können wir auch weitere Testing-Kompetenzen (z. B. Umweltsimulation) im Haus miteinbeziehen.
Aufgrund unserer Labor- und Materialerfahrungen, der Vertrautheit mit dem Kundenalltag sowie unserer umfassenden Bauteilkompetenz sind wir in der Lage, gemeinsam mit unseren Kunden neue, spezifische Normen bzw. Prüfanforderungen zu entwickeln und die entsprechenden Prüfungen anschließend bei uns durchzuführen. Zum Beispiel für neue Fahrzeug-Nutzungsformen wie Carsharing, das für Fahrzeuginterieur und Oberflächen eine andere Beanspruchung bedeutet. Hier bieten wir uns als Testing-Partner an, der nach den bestehenden Qualitätsanforderungen des OEM neue Materialkonzepte und entsprechende Prüfnormen mitentwickelt.
