Geschäftsverlauf im 3. Quartal durch Virus-Pandemie belastet

Bericht zum 3. Quartal 2019/2020

(Ehningen, 10. August 2020). Im Verlauf der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2019/2020 wurden Länder, Industrien und Unternehmen durch die Coronavirus-Pandemie vor nie dagewesene Herausforderungen gestellt. Dies wirkt sich unter anderem auf die Gesamtleistung des Unternehmens aus, die im Berichtszeitraums im Vergleich zum Vorjahr um 9,1 % auf 714 Mio. Euro sank. Die kurzfristige Umsetzung des Pandemieplans, eine strikte Kostendisziplin sowie die solide Kapitalstruktur und Liquiditätsausstattung sind wichtige Parameter unter den gegenwärtig anspruchsvollen Rahmenbedingungen.

Die Coronavirus-Pandemie und die Folgen daraus beeinträchtigen weltweit das private und wirtschaftliche Leben negativ. Die im März 2020 staatlich ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Neuinfektionen zwangen nahezu alle Industrien, die Produktion temporär zu drosseln oder gänzlich auszusetzen. Es wurden Kontaktsperren und teilweise sogar Ausgangssperren verhängt. Erst ab Mai 2020 wurde mit Lockerungen der Maßnahmen begonnen. Einige einschränkende Maßnahmen halten bis zum Ende der Berichtsperiode und auch darüber hinaus an.

„Diese Rahmenbedingungen stellen Bertrandt vor nie dagewesene Herausforderungen. Der bestmögliche Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung unserer operativen Leistungsfähigkeit hat für uns oberste Priorität. Dank großflächiger Verfügbarkeit von mobilen Arbeitsplatzlösungen, einer leistungsfähigen IT-Infrastruktur sowie hohen digitalen Sicherheitsstandards – Bertrandt ist TISAX zertifiziert –  ist es uns gelungen, in einem herausfordernden Umfeld weiterhin für unsere Kunden tätig zu sein und gleichzeitig unsere Mitarbeiter zu schützen“, sagt Markus Ruf, Vorstand Finanzen der Bertrandt AG. Viele Industrien und Unternehmen waren gezwungen, die wirtschaftliche Aktivität spürbar zu reduzieren oder einzustellen, um dem staatlich angeordneten Shutdown Folge zu leisten. Temporäre Projektverzögerungen und -unterbrechungen sowie vereinzelte Projektabbrüche von Entwicklungsaufträgen belasteten das Geschäft von Engineering-Dienstleistern.

Die wichtigsten unternehmerischen Kennzahlen entwickelten sich unter den dargestellten Rahmenbedingungen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019/2020 wie folgt: Die Gesamtleistung sank im Vergleich zum Vorjahr um 9,1 % auf 714 Mio. Euro. Das EBIT belief sich im Berichtzeitraum auf 19 Mio. Euro. Dies entspricht einer Marge von 2,7 %. Weiterhin betrug das Ergebnis nach Ertragsteuern 9 Mio. Euro. Das Eigenkapital in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019/2020 betrug 410 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote liegt, bedingt durch den neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16, bei 43,6 %. Zum Stichtag waren 12.788 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Bertrandt beschäftigt.

Die solide Kapitalstruktur und Liquiditätsausstattung bietet eine gute Basis, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Während kurzfristig alle Kostenpositionen auf den Prüfstand gestellt wurden, hat das Unternehmen an den strategischen Großinvestitionen festgehalten. Der Bau und Hochlauf des Bertrandt Powertrain Solution Center mit zwei Standorten – München und Wolfsburg –  verläuft planmäßig. Erste Großprojekte konnten erfolgreich akquiriert werden.

 

Finanzkennzahlen nach IFRS
im Bertrandt-Konzern

01.10.2019 -30.06.2020

01.10.2018 – 30.06.2019

Gesamtleistung (in TEUR)

713.709

784.879

EBIT (in TEUR)

19.397

46.129

Ergebnis nach Ertragsteuern

(in TEUR)

9.120

30.311

Free Cashflow (in TEUR)

27.172

-43.175

Investitionen (in TEUR)

45.866

46.558

Eigenkapitalquote (in %)

43,6*

50,9

Mitarbeiterzahl weltweit

12.788

13.468

*Ohne IFRS 16: 49,6 % (Vorjahr: 50,9 %)

Ihre Ansprechpartnerin

Julia Nonnenmacher

Pressesprecherin

Ihr Ansprechpartner

Björn Voss

Leiter Investor Relations