Bertrandt erweitert sein Prüflabor

Neue Sterilwerkbank ermöglicht Tests von Injektionssystemen

Arbeiten im sterilen Raum können ab sofort von Bertrandt mit einer Sterilwerkbank (Clean Bench) durchgeführt werden. Ziel ist es, langlebige Maschinenprüfmuster zu erstellen, um Injektionssysteme zu testen. Dazu werden sterile und leere Spritzen in der Clean Bench mittels einer Pipette mit Wasser zu Injektionszwecken befüllt und über eine spezielle Vorrichtung mit einem sterilen Stopfen verschlossen. Aufgrund der sterilen Abfüllung können diese Spritzen deutlich länger gelagert werden, da das Wasser nicht verdirbt. Mit der Sterilwerkbank ergänzt Entwicklungsspezialist Bertrandt sein erst im Herbst 2016 neu eröffnetes Prüflabor um eine weitere Komponente rund um Konstruktions- und Prüfleistungen für Kunden aus der Pharma- und Medizintechnikbranche.

Sterile Umgebung steht für langlebige Maschinenprüfmuster
Bertrandt kann durch die eigene Sterilwerkbank Maschinenprüfmuster für Probeläufe, Messsystem-Analysen und Testzwecke herstellen. Abhängig vom Inhalt der Spritze liegt der Vorteil dieses Verfahrens darin, Prüfmuster zu erhalten, die aufgrund der sterilen Abfüllung bedenkenlos ein halbes Jahr außerhalb eines Kühlschranks gelagert werden können – ohne zu verderben. Die Kunden werden von Bertrandt direkt mit den Spritzen beliefert, wodurch sie Zeit einsparen und sich rein auf das Testing fokussieren können. Im Gegensatz zur Arbeit mit der Clean Bench kann bei Standardabfüllungen unter normalen Laborbedingungen das im Prüfmuster enthaltene Wasser leichter „umkippen". Ausflockungen oder andere Schwebekörper könnten die Messergebnisse beeinflussen. Die bei Bertrandt eingesetzte mikrobiologische Sicherheitswerkbank unterliegt der Schutzklasse 2 (Schutz der Arbeitenden und des Arbeitsgegenstands) und ist nach DIN EN12469:2000 zertifiziert (Leistungskriterien für mikrobiologische Sicherheitswerkbänke).

Standort Wiesbaden
Seit dem Umzug im Oktober 2015 ist der Engineering-Dienstleister in Wiesbaden mit einem eigenen Standort vertreten. Davor agierten die Entwickler mehr als neun Jahre von Ginsheim-Gustavsburg aus. Aktuell erarbeiten rund 50 Ingenieure auf die Kundenanforderungen abgestimmte Lösungen in der Konstruktion, im Projekt- und Qualitätsmanagement sowie rund um Labor/Versuch. Mittelfristig soll das Prüflabor in Wiesbaden für die steigenden Anforderungen in der Medizintechnik-, Pharma-, Konsumgüter- und Maschinenbaubranche weiter ausgebaut werden. Um den hohen Qualitätsstandards der Branchen gerecht zu werden, arbeitet das Prüflabor streng nach DIN-Normen. Zusätzlich wurde das Qualitätssicherungssystem Good Manufacturing Practice (GMP) der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) implementiert. Dieses System erfordert eine vollständige Dokumentation und 100-prozentige Nachvollziehbarkeit aller Prüfungsschritte.
 

Ihre Ansprechpartnerin

Julia Nonnenmacher

Pressesprecherin