Datenmonster am Steuer: Das ist abgefahren

Warum das virtuelle Testen an Bedeutung gewinnt

Die Zukunft fährt nicht mehr nur auf vier Rädern – sie läuft auf Code. Software ist längst das Herz moderner Fahrzeuge und macht aus klassischen Autos intelligente Begleiter. Vom ersten digitalen Entwurf bis zur virtuellen Testfahrt: Technologien wie Software-defined Testing und Cloud-Integration bringen Innovationen direkt auf die Straße.

Was das bedeutet? Mehr Funktionen, mehr Vernetzung, mehr Möglichkeiten – aber auch mehr Komplexität. Damit Fahrzeuge von morgen nicht nur smart, sondern auch sicher sind, müssen wir Testing neu denken: flexibel, skalierbar und intelligent.

Wie wir das bei Bertrandt angehen? Direkt und professionell. Bei unserem Innovation Day drehte sich alles um das Thema Software-defined Testing. Das klare Motto: „Test without limits“. Das ist kein Wunschkonzert. Das ist pure Realität. Wir haben der Branche gezeigt, wie Software-defined Testing und Cloud-Technologien nicht nur die Entwicklung beschleunigen, sondern auch die Qualität der Fahrzeugsysteme von morgen sichern. Die Kernbotschaft? Nur wenn klassische Strategien mit innovativen Ansätzen wie Testautomatisierung, Skalierbarkeit und intelligenten Testmethoden zusammenspielen, können wir die wachsende Komplexität moderner Fahrzeugarchitekturen meistern und das hungrige Datenmonster zähmen.

Komplex? Klar. Aber kein Problem für uns!

Eines ist mittlerweile allen klar: Die Automobilwelt verändert sich rasant: Immer mehr mechanische Bauteile werden von Software abgelöst oder ergänzt. Mit dem Sprung zum Software-defined Vehicle (SDV) wachsen die Möglichkeiten – und auch die technischen Herausforderungen rund um Integration, Test und Qualitätssicherung der Fahrzeugsoftware nehmen sichtbar zu. Hier kommen Software-defined Testing (SDT) und Virtualisierung ins Spiel: Sie machen die Entwicklung nicht nur effizienter, sondern auch fit für die Zukunft.

Have a close look: was Software-defined Testing bringt

Der Innovationsschub bringt neue Anforderungen an die Validierung mit sich. SDT ermöglicht es, Softwaremodule automatisiert, umfassend und vor allem frühzeitig zu prüfen. Ein zentraler Bestandteil dieses Ansatzes ist die Integration virtueller Steuergeräte in Testumgebungen, etwa Software-in-the-Loop- (SiL) und Hardware-in-the-Loop-Systeme (HiL). Entwicklungszyklen verkürzen sich signifikant, Risiken werden minimiert und die Marktrelevanz der Lösungen steigt. Durch die Simulation und Virtualisierung lassen sich auch komplexe Systemvernetzungen zuverlässig abbilden – lange bevor die reale Hardware verfügbar ist. Doch auch nach der Verfügbarkeit physischer Komponenten bietet Software-defined Testing entscheidende Vorteile: Tests lassen sich weiterhin automatisiert, reproduzierbar, unter identischen Bedingungen und vor allem skalierbar durchführen. Dadurch bleibt die Konsistenz zwischen virtueller und realer Validierung erhalten, und unerwünschte Nebenwirkungen von Änderungen können frühzeitig erkannt und behoben werden.

Unser Anspruch? Komplexität einfach machen.

Zonen- und Domänenarchitekturen sind das Rückgrat der SDV-Entwicklung. Sie strukturieren die Verteilung von Funktionen und Steuergeräten nach logischen oder geografischen Gesichtspunkten. Diese Modularität erschließt neue Potenziale für die Digitalisierung, erhöht aber auch die Anforderungen an den Testprozess. Intelligente Blackbox-Steuergeräte, reduzierte Zugänglichkeit von Messpunkten und gesteigerte Anforderungen machen hochautomatisierte Testverfahren unverzichtbar.

Warum echte Tests auch virtuell funktionieren

HiL-Systeme und virtuelle Steuergeräte (vECU) ermöglichen praxisnahe Tests ohne eine physische Fahrzeugumgebung. So lassen sich Human-Machine Interface-Komponenten und Funktionen wie Sitzmodule oder Sprachsteuerungen unter realitätsgetreuen Bedingungen validieren. Fehler werden gezielt identifiziert, Nachbesserungen vermieden und Entwicklungszeiten weiter reduziert.

Und wie war das nochmal mit dem Datenmonster? Hier wird’s klar:

Moderne Fahrzeugsitze integrieren zahlreiche softwaregesteuerte Funktionen – von Sitzverstellung und Massage bis zu Sicherheitslösungen wie Gurtstraffer oder Kindersitzerkennung. Über 150 vernetzte Steuergeräte und mehr als 10.000 Testfälle erfordern automatisierte, skalierbare Testprozesse. Hoch entwickelte Virtualisierungslösungen ermöglichen eine ganzheitliche Absicherung komplexer Systeme. Die Qualitätsanforderungen steigen durch den Trend zum SDV: Die ISO/IEC 25010-Norm definiert acht zentrale Kriterien, darunter Funktionalität, Verlässlichkeit, Effizienz, Sicherheit, Kompatibilität, Benutzbarkeit, Wartbarkeit und Übertragbarkeit. Jedes dieser Kriterien wird durch spezifische Testmethoden, Simulationen und Prüfzyklen fundiert adressiert. SDT und Virtualisierung sichern nachhaltige Technologien und gewährleisten die Zukunftsfähigkeit moderner Fahrzeugsysteme.

Wenn‘s mal kritisch wird: virtuelle Steuergeräte als Effizienz-Booster 

Im Software-defined Vehicle stehen effiziente Testprozesse im Mittelpunkt, um die komplexen Anforderungen moderner Fahrzeuge zu erfüllen. Zu den kritischen Testaspekten zählen die Überprüfung funktionaler Ketten wie die korrekte Übermittlung von Sensordaten, die Sicherstellung der Verlässlichkeit unter extremen Spannungs- und Hardwarebedingungen sowie die Einhaltung exakter Zeitvorgaben für sicherheitsrelevante Funktionen. Darüber hinaus ist der Schutz durch Sicherheitsmechanismen wie zertifikatsbasierte Diagnosesysteme essenziell. Besonders im Fokus stehen zudem das Kompatibilitäts- und Variantenmanagement bei modularen Steuergeräten sowie die Wartbarkeit und Updatefähigkeit, etwa für Over-the-Air-Anwendungen.
Der Einsatz virtueller Steuergeräte im Entwicklungsprozess ermöglicht frühzeitige, automatisierte Regressionstests und flexible DevOps-Zyklen. Dies liefert skalierbare, beschleunigte Integrationsphasen und reduziert die Hardwareabhängigkeit maßgeblich.

Test without limits – weil Innovation keine Pause kennt

Ein strukturierter Software-defined Testing-Ansatz ist heute elementar, um die Komplexität moderner Fahrzeugsysteme zu beherrschen. Die Kombination aus Virtualisierungstechnologien, HiL-Systemen, Qualitätsnormen wie ISO 25010, modularer Architektur und der Integration virtueller Steuergeräte sichert Innovationskraft, Effizienz und nachhaltige Qualität.
Unsere Experten begleiten die Realisierung innovativer Testprozesse entlang des gesamten Fahrzeugentwicklungszyklus – setzen Sie auf Qualitätsführerschaft und Zukunftssicherheit? Nicht zögern, einfach Kontakt aufnehmen. Wir helfen Ihnen, das Datenmonster zu bändigen.

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Ihre Ansprechpartnerin

Arbnora Hetemi

Internetredaktion