Augmented Reality

„Brille auf, Zukunft an“: Augmented und Virtual Reality sind Trendthemen in der Entwicklungstechnologie. Diese dreidimensionalen Visualisierungstechniken ermöglichen es, während der Produktentstehung unterschiedliche Szenarien durchzuspielen. Eventuelle Herausforderungen können direkt erkannt und in einem frühen Entwicklungsstadium optimiert werden. Das ermöglicht es den Spezialisten, zielgenauer und schneller zu entwickeln. Bertrandt setzt Augmented und Virtual Reality bereits in den unterschiedlichsten Entwicklungsbereichen ein. Auf der diesjährigen IAA werden am Messestand einige Einsatzbereiche vorgestellt.

 

Im Bereich Augmented Reality setzt Bertrandt auf die Datenbrille HoloLens von Microsoft. Mit dieser Technik können virtuelle Inhalte als interaktive 3-D-Projektionen in einer realen Umgebung positioniert werden. Die Darstellung im Raum erfolgt durch ins Sichtfeld programmierte Inhalte. Die Brille ist nicht blickdicht, sodass sich Entwickler gegenseitig sehen und auch hören können. „Grundsätzlich kann die HoloLens alle Daten verarbeiten, die sich in 3-D-Modelle umwandeln lassen. Dafür erstellen die Ber-trandt-Entwickler aus CAD-Daten eine CATPart-Datei und wandeln diese anschließend in ein 3-D-Modell um“, sagt Bernhard Zechmann, Ressortleiter System Services bei Bertrandt. Sowohl in Augmented Reality als auch in Virtual Reality sieht der Entwicklungs-Spezialist großes Potenzial hinsichtlich der Zusammenarbeit über Raum- und Ländergrenzen hinweg.

 

Im Bereich der Fahrdynamik sind viele Bereiche vorab schwierig definierbar. Ein Beispiel dafür ist der Strömungsverlauf bei der Bremskühlung. So ist dieser abhängig von den Felgen, dem Abschirmblech und der Einpresstiefe. Mit Hilfe der HoloLens wird der Strömungsverlauf, welcher für die gesamte Bremsenentwicklung entscheidend ist, sichtbar gemacht. Besucher können sich diesen Verlauf direkt am Exponat auf dem Messestand anschauen. 

Auch im Bereich Powertrain setzt Bertrandt auf den Einsatz von Augmented Reality. Einmal durch die Datenbrille geschaut, ist der gesamte Kühlkreislauf samt Motor virtuell am Ausstellungsstück erkennbar. Damit wird der Entwicklungsprozess im Kühlmittelkreis demonstriert.

In einem weiteren Exponat dreht sich alles um die A-Säule. Hier kommt die dreidimensionale Visualisierungstechnik zum Einsatz, um den Sichtwinkel der Passagiere zu verdeutlichen. Damit unterstützt die speziell programmierte Datenbrille den Spezialisten eine A-Säule so zu entwickeln, dass das Sichtfeld und damit verbunden die Sicherheit der Insassen weiter verbessert werden kann. Darüber hinaus kann in der Datenbrille ein Crash simuliert werden, der die Verformung der A-Säule visualisiert.

Augmented Reality am Bertrandt-Stand auf der IAA 2017