
Von der Idee bis zum fertigen Produkt
Mit Hilfe des OBD-Dataloggers, dem „Ford Econo-Stick“, können Fahrverhalten analysiert und Tipps zum effizienten Fahren gegeben werden. Bertrandt Köln unterstützte Ford während der gesamten Planungs- und Entwicklungsphase sowie im Produktionsprozess. Das Ziel der Ingenieure: Qualitätssicherungund Umweltschutz.
Fahrverhalten wird greifbar
Der Ford Econo-Stick ist ein mobiles Datalogging-Gerät, für das Bertrandt die gesamte Prozesskette vom Konzept bis zum fertigen Serienprodukt inklusive angrenzender Dienstleistungen abgedeckt hat. Das Econo Check-Programm von Ford kann mit Hilfe des Econo-Stick über dieOBD2-Schnittstelle während einer Messperiodevon einer Woche das Fahrverhalten des Kunden analysieren. Dazu werden Geschwindigkeit, Drehzahl und weitere relevante Daten des Fahrzeugs aufgezeichnet. Anschließend wird dem Fahrer der Report per E-Mail zugesandt, der leicht verständlich die positiven sowie negativen Verhaltensweisen aufführt. Darüber hinaus werden wertvolle, auf das Fahrverhalten abgestimmte Tipps zum effizienten Fahren gegeben sowie das jährliche Einsparpotenzial in Liter Kraftstoff, Euro und Kilogramm CO2 aufgezeigt. Ziel des Econo Check-Programms ist es, den Fahrer über sein Fahrverhalten aufzuklären, zum sparsamen Fahren anzuleiten und somit einen entscheidenden Beitrag für die Umwelt zu leisten. Zusätzlich unterstützt die statistische Auswertung aller Fahrdaten die Qualitätssicherung, die Entwicklung sowie das Marketing – und bietet folglich auch einen Mehrwert für den Fahrzeugkäufer.
Entwicklung und Produktion aus einer Hand
Ihr interdisziplinäres Know-how setzten die Bertrandt-Ingenieure während der gesamten Planungs-, Entwicklungs- sowie Produktionsphase ein. Die Koordination der Prozesskette erfolgtedurch die Bertrandt-Projektleitung. Hard- und Software entwickelten Elektronik-Spezialisten am Standort Köln, während das ergonomische Gehäuse durch die Konstruktionsabteilung entworfen wurde. Einzelkomponenten fertigte Bertrandt in Zusammenarbeit mit etablierten Partnern. Der Kontakt zum Kunden wie auch zu den weiteren Zulieferern wurde kontinuierlich gepflegt, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten und den Projektfortschritt zu kommunizieren.
Auf Basis des V-Modells erarbeitete Bertrandt Köln während der System-Spezifikation ein Grobkonzept, das nach anschließender Machbarkeitsstudie sowie Marktanalyse weiter verfeinert wurde. Die Anforderungsanalytiker untersuchten beispielsweise über 40 Fahrzeugmodelle mit unterschiedlichsten Motorisierungsvarianten, um Besonderheiten aufzuspüren. Risikomanagement, Rechtsfragen sowie Patentrecherche berücksichtigten und erledigten eigene Spezialisten vor Ort. Darauf aufbauend wurden die technischen Aspekte des Systems spezifiziert und anschließend vom System-Architekten in eine entsprechende Gesamtstruktur überführt. Die weiteren Bausteine Spezifikation, Architektur und Realisierung wurden jeweils für die Hard- sowie Softwareseite durchlaufen. In derSoftware-Integration bzw. Hardware-Inbetriebnahme führten die Ingenieure beide Entwicklungsstränge schließlich wieder zusammen. Das Testing erfolgte sowohl für beide Stränge der Entwicklung als auch für das Gesamtsystem. Besonders erwähnenswert sind die Zertifizierungen, die erfolgreich absolviert wurden– wie CE- oder E13-Abnahme sowie Temperatur- ,Sturz- und Vibrationstests nach normierten Verfahren.
Die Produktion einiger Tausend Einheitenwurde fristgerecht für die europaweite Auslieferung nach Kundenvorgabe koordiniert. Während und nach der Herstellung unterstützten die Bertrandt-Entwickler den Kunden in allen technischen und organisatorischen Belangen. Darüberhinaus flossen konstruktive Rückmeldungen aus Feldversuchen in weitere Software-Releases ein.
Weiteres Einsparpotenzial erschließen
Aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit konnten Folgeprojekte zur Erweiterung des Econo Checks gewonnen werden. Das ursprüngliche Leistungsspektrum des Econo-Sticks und der zur Auswertung benötigten Analyse-Algorithmen wird ausgeweitet. Zudem werden weitere Einsatzgebiete für den Econo-Stick erschlossen. Beispielsweise entwickelt Bertrandt Köln in einem Innovations-Projekt die nächste Ausbaustufe, um zusätzliche Features anbieten zukönnen.

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