BMW 6er Cabrio und Coupé

Aus Leidenschaft für Ästhetik und Dynamik

Die Nachfolgemodelle der BMW 6er-Baureihe bereits in der Konzeptphase zu begleiten, war für Bertrandt München ein herausforderndes Projekt. Als erster Dienstleister erhielten wir den Auftrag zur Entwicklung mehrerer Innenausstattungsmodule, die bisher jeweils einzeln vergeben wurden. Die Konzeptentwicklung für das Fahrzeuginterieur umfasste die beiden Derivate Coupé und Cabrio.

 

Innenausstattung gefragt

Bertrandt fungierte als zentraler Ansprechpartner bei der Schnittstellen-betrachtung und Fahrzeugintegration. Package-Untersuchungen und Konzeptschnitte wurden ebenso durchgeführt wie Lösungsalternativen betrachtet, die Umfeld und Detailkonzepte auf Komponentenebene berücksichtigten. Bertrandt München erstellte auch Package-Vorgaben für den Rohbau, begleitete den Designfindungsprozess aus technischer Sicht und positionierte und integrierte An- und Übernahmebauteile unter Berücksichtigung der Gesetzes- und Ergonomie-Vorgaben. Ein weiterer Fokus lag auf der Auslegung der Prüfpunkte für den Kopfaufprallschutz zur passiven Fahrzeugsicherheit sowie etlichen weiteren Aufgaben der täglichen Praxis. Ein Novum im Projekt war, dass zusätzlich zur Konzeptkonstruktion der Module auch schon die Simulation bereits in dieser frühen Phase an denselben Dienstleister vergeben wurde.

 

Besondere Herausforderungen im Projekt

Im Anfragestadium war Bertrandt beauftragt, beide Derivate mit einem zeitlichen Versatz zu entwickeln, also sequentiell. Dies änderte sich bereits nach kurzer Zeit und die Entwicklung von Coupé und Cabrio wurde parallel geschaltet. Der Entwicklungsaufwand komprimierte sich, das Thema der Prototypen-Datenausleitung musste dadurch vorgezogen werden. Ziel des Projekts war, einen in sich geschlossenen Konzeptstand zur Übergabe an die späteren Serienlieferanten darzustellen, der alle wesentlichen Fertigungskriterien berücksichtigt. Schnell zeigten sich die Vorteile: Aufwandersparnis und optimierte technische Durchgängigkeit der Lösungen! Bertrandt als zentraler Auftragnehmer stellte sich auch der Aufgabe, Teilumfänge an zwei spezifizierte Partner zu vergeben, diese zu steuern und zu koordinieren.  

 

Kundenvorteile im Blick

  • Positiv wurde der zentrale Abgleich durch nur einen Partner über die Fachbereiche hinweg wahrgenommen, ebenso die Schnittstellenreduzierung aus einer Hand.
  • Die Reaktionszeiten bei der Umsetzung von Untersuchungen waren aufgrund der Paketvergabe sehr kurz, da wir einen modulübergreifenden Lösungsansatz fahren konnten.
  • Die fachbereichsübergreifenden Untersuchungen im Vorfeld brachten deutlich schnellere und abgesichertere Ergebnisse. Zusätzlich ließ sich ein höherer Detaillierungsgrad in den Lieferantenanfragen umsetzen.
  • Dank der offenen Kooperation der aller Verantwortlichen hinsichtlich neuer Herangehensweisen im Gesamtprojekt zeigte sich eine neue Qualität und Effizienz im Ablauf der Entwicklung des Kopfaufprallschutzes (FVMSS 201u) und in der sicheren Kontinuität der fortlaufenden und termingerechten Datenbereitstellung.

 

Lessons learned

  • Trotz vollständiger externer Abarbeitung gab es keine Risikoerhöhung oder Qualitätsverluste, da unsere Schnittstellenabdeckung und Brückenkopffunktion zu den Fachbereichen harmonierten.
  • Die umfassende und modulübergreifende Vorbereitung der Paketierung schloss den kompletten Angebotsprozess ein.
  • Transparente Kommunikationsabläufe und die Konzentration auf uns als einzigen Partner entlasteten Strukturen.
  • Projektbelange im Interieur ließen sich besser durchsetzen, da alle Beteiligten die gebündelte Herangehensweise voll unterstützten und der vorhandene Erfahrungsschatz verwertet wurde. Unsere Effektivität der Arbeitsleistung erhöhte sich dadurch.
  • Als wichtigste Erfolgskriterien erwiesen sich die derivatübergreifende Verknüpfung der Module, die Planbarkeit der Projektlaufzeit und die Kontinuität in der Beauftragung.

 

Fazit

Durch vielfältige Herausforderungen im Projekt konnten wir uns in der eineinhalb- jährigen Projektlaufzeit als zuverlässiger Dienstleister für die paketierte Entwicklung beweisen und unsere Kompetenz für Gesamtmodule darstellen. Dies beweist die erneute Beauftragung des gleichen Entwicklungsumfangs für das bald in den Markt eingeführte BMW 6er Gran Coupé sowie die Gesamtprojektkompetenz bei den Modellen RR4 und X4. Auch mehrere namhafte Systemlieferanten nutzen dieses Wissen, um ihre modulbezogenen Bauteilumfänge für die genannten Fahrzeugmodelle zusammen mit Bertrandt München zur Serienreife zu entwickeln. Somit schließt sich der Know-how-Kreis zur funktionalen Entwicklung.