Entwicklungsunterstützung
Bertrandt Wolfsburg unterstützt die Entwicklung des neuen Passat
Erste Fotos des neuen Passat begeisterten bereits Anfang Februar die
Fachwelt. Seit März 2005 fährt der Bestseller nun auch auf Europas
Straßen. Bertrandt Wolfsburg hat an der Entwicklung des
„komfortabelsten Passats aller Zeiten“ mitgewirkt. Das Team leistete
hierbei Projektarbeit für die Volkswagen-Entwicklung sowie bei
verschiedenen System-Partnern. Aus dem Baukasten des
Bertrandt-Leistungsspektrums wurden die Wünsche auf die Anforderungen
des jeweiligen Kunden optimal und individuell angepasst.
Durchdachte Elektronik
Mehr als 3,5 Kilometer Kabel wurden ins Fahrzeug integriert, um das
Bordnetz funktionsfähig zu halten. Viele elektronische Neuerungen boten
hier Herausforderungen. Unter anderem sollten die neuen Funktionen
„Coming home“ oder „Leaving home“ untergebracht werden, um bei
Dunkelheit dem Fahrer auf Knopfdruck Sicherheit beim Aus- und
Einsteigen durch zusätzliche Beleuchtung zu bieten. Auch die
elektronische Parkbremse per Knopfdruck zählt zu den Innovationen der
sechsten Generation.
Die vielen Kabel, Stecker und der Leitungsschutz mussten Raum
finden. Mehr als fünf Jahre arbeitete Bertrandt bereits mit dem
Hauptsystemlieferanten in diesem Bereich zusammen, bevor es an die
gemeinsame Projektarbeit am neuen Passat ging. Die CAD-technische
Unterstützung durch das Bertrandt-Team in diesem Projekt war ein
weiterer Meilenstein in der Zusammenarbeit. Schaltplanerstellung,
Leitungssatz-Package und auch Bauraumuntersuchungen waren hierbei die
Aufgaben, um einen reibungslosen Ablauf bis zur Serienreife zu
gewährleisten.
Stoßfängerentwicklung für optimierten Fußgängerschutz
Die Stoßfängerentwicklung für Variant und Limousine lag bis zur
Planungsfreigabe in der Verantwortung des Bertrandt-Teams. Für die
weitere Entwicklung bis zur Serienreife war Bertrandt ausgewählter
Partner der Systemlieferanten Rehau und Peguform.
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Mit viel Know-how und Innovationen entstand ein Stoßfängersystem, das
den Ansprüchen an Design und Technik gleichermaßen gerecht wurde.
Positiv wirkten sich die kurzen Wege aus; Rehau zog für die
Entwicklungszeit von rund einem Jahr direkt bei Bertrandt ein. In der
gemeinsamen Projektarbeit mit dem technischen Entwicklungsteam bei
Volkswagen wurden auch die neuesten europäischen
Fußgängerschutzrichtlinien berücksichtigt, die ab Oktober 2005 in Kraft
treten. Denn künftig müssen neue Modelle in Crashtests beweisen, dass
die Fußgänger bei einem Aufprall noch besser geschützt werden.
Weitere Unterstützung bot das Bertrandt-Team
"Fahrzeug-Sicherheit"; es legte die Kopf-Aufschlaggebiete auf der
Motorhaube aus. Insgesamt wurde der Aufprall von Kopf (head impact),
Bein (lower leg) und Hüfte (upper leg) nach den Richtlinien EEVC WG17
bzw. dem Japan-NCAP berücksichtigt.
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Die
Explosionsdarstellung des vorderen Stoßfängers zeigt alle Bauteile, an
denen Bertrandt mit Ausnahme der Elektrikumfänge mitentwickelt hat.
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Interieurumfänge mit Systemlieferanten entwickelt
In der Sitzentwicklung war Bertrandt gemeinsam mit Systempartnern
aktiv, wie zum Beispiel für die Schublade und Ablagefächer unter dem
Sitz sowie die Feuerlöscherhalterungen. In der Sitz-Klimatisierung
führten die Ingenieure Packageuntersuchungen durch. Darüber hinaus
erfolgte die Überprüfung der Qualitätsanforderungen.
Aus der Bertrandt-Schmiede stammen auch die Sitzschäume der
Vorder- und Hintersitzanlage. Von der Konzeptphase bis zum
Serieneinsatz hat das Team alle Design-Varianten für die Modelle
Trendline, Comfortline, Comfortline Leder, Highline sowie Sportline
durchgeführt.
Betrachtet man den Thermoplastteppich, so ergänzen sich in diesem
Dämpfungselement Umweltbewusstsein und Qualitätsansprüche der gehobenen
Mittelklasse in angenehmer Weise. Der Thermoplastteppich mit
Baumwollfaserdämpfung sorgt für eine hervorragende Schallisolierung und
besteht zu einem großen Anteil aus Recyclat. Das Bertrandt-Team hat
dieses akustische Bauteil in seiner Geometrieentwicklung
vorangetrieben. Alle Modellvarianten, auch für den Rechtslenker-Markt,
wurden hierbei berücksichtigt.
Komponentendauerlauf
Ein weiterer Umfang des Projekts
beinhaltete die Prüfung der Türen und Klappen an den eigenen Prüfeinrichtungen,
die von Volkswagen
zertifiziert sind. Mit über 100 000
Lastwechseln unter verschiedenen
klimatischen Bedingungen wurden
die Tests zur Lebensdauer der Passat-
Türen und - Klappen durchgeführt.
Ausstattung und Elektrik/Elektronik
wurden in dieselbe Versuchsreihe
integriert.
Die Herausforderung, kostensparend
die Prüfumfänge der involvierten
Fachabteilungen "ZSB -Tür" mit einzubeziehen
und zu koordinieren, wurde
von Bertrandt gemeistert.
Virtuelle Absicherung Vorderwagen und Interieur
Im Entwicklungsprozess gewinnt das virtuelle Fahrzeug immer mehr an
Bedeutung. Bei der Entwicklung des neuen Passat hat das Wolfsburger
Team mit den Verantwortlichen der Fahrzeugtypbegleitung von Volkswagen
den virtuellen Vorderwagen mit seiner kompletten Aggregate- und
Antriebspalette virtuell abgesichert. Gleichfalls wurde die Aufgabe
übernommen, das gesamte Interieur im virtuellen Fahrzeug auf Funktion,
Bauraum und Variantenvielfalt zu prüfen.
Integration Schiebedach
Die Integration des Konzern-Schiebedachs wurde Bertrandt Wolfsburg
als weitere Aufgabe in dieser neuen Modellserie anvertraut. Der Auftrag
beinhaltete die Positionierung und Auslegung des Dachausschnittes, des
Wasserablaufs sowie der Konzipierung und Konstruktion des
SAD-Verstärkungsrahmens.
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