
Durch
einen innovativen Gedanken ist die Zusammenarbeit mit der VW
Nutzfahrzeugentwicklung mit Sitz in Wolfsburg und der Bertrandt AG in
Tappenbeck gewachsen: Das Projekthaus für die Entwicklung der
Bodenanlage T5.
Projekthaus führt zu wesentlichen Synergien
Das Projekthaus
T5 Bodenanlage ist »ein Kind« von VW-NE-GB Abteilungsleiter Ernst Peter
Otto sowie dem Bertrandt Niederlassungsleiter Roland Kirsch. Hier
finden sich die involvierten Fachabteilungen, die Systemlieferanten und
das SE-Team als Netzwerk zusammen. Was dabei in Bürocontainern
entstand, wird nun, nach sechs Jahren, im Bertrandt-Entwicklungszentrum
auf 4300 qm Bürofläche sowie 2300 qm Testing- und Versuchsbaufläche
erfolgreich fortgeführt. Darüber hinaus konnte durch die direkte
Anbindung an die Autobahn A 39 die Logistik zur Forschung und
Entwicklung von VW entscheidend verbessert werden.
Der Erfolg des Projekthausgedankens basiert im Wesentlichen auf drei
Faktoren: Räumliche Nähe, Integration beteiligter Systemlieferanten,
Hardware- und Softwareinfrastruktur. Das Ergebnis ist ein eng
verzahntes Miteinander, in dem Bertrandt die von VW gestellte
Integrationsaufgabe erfüllt.
Die räumliche und ablauforganisatorische Integration von
Systemlieferanten, der VW Nutzfahrzeugentwicklung und der
Bertrandt-Entwickler führt zu ganz wesentlichen Synergien. Die Früchte
kommen dem Projekt wie folgt zugute:
1. Reduzierung der Entwicklungsschleifen.
2. Höherer Reifegrad durch Validierung zu den Entwicklungsmeilensteinen.
3. Optimale Absicherung des Entwicklungsstandes zum Serienanlauf.
Einen entscheidenden Beitrag hierzu liefert die Hard- und
Softwareinfrastruktur. Durch die gezielte Investition in eine 100 MB/s
Datenleitung ist eine optimale Datenanbindung zu VW geschaffen worden.
Mit dem eigenen VPM-System, das speziell auf die VW-Anforderungen
abgestimmt ist, werden komplexe Fahrzeugentwicklungsprozesse
entscheidend verbessert. Ein Highlight ist hierbei die virtuelle
Absicherung von Vorderwagen, Plattform und Gesamtfahrzeug.
Bodenanlage T5 – intelligente und variable Systematik
Das Ergebnis ist bereits im Straßenbild zu sehen: Der T5 Multivan
startete im Herbst 2002 in die Serienproduktion. Als Van im
Premium-Segment erfüllt der Multivan höchste Ansprüche und ist zugleich
das Top-Fahrzeug eines variablen Baukastensystems. Die Basis für dieses
Baukastensystem bildet die T5 Bodenanlage, die mit Ihrer intelligenten
Systematik so vielfältige Varianten wie geschlossene Aufbauten, offene
Aufbauten, zwei Radstand-Versionen, einen 4x4 Antrieb sowie
Fahrgestelle für Aufbauvarianten darstellt. Als neue Fahrzeuggeneration
ist die Karosserieabdichtung selbstverständlich PVC-frei. Anstatt der
PVC-Abdichtung wird eine demontagefreundliche und somit recyclingfähige
Bodenkunststoffvollverkleidung eingesetzt.
Fazit
Das Modell Projekthaus hat sich als Basis für eine zielgerichtete und
erfolgreiche Entwicklungsarbeit bestens bewährt. Die Zukunft der
Automobilentwicklung zeichnet sich deutlich ab. Immer komplexere und
breiter gefasste Entwicklungsprojekte, sowie die zunehmende
Verantwortung in Bezug auf Derivate oder gar einer ganzen Baureihe
stehen auf der Agenda. Die Erfahrung Projekthaus T5 Bodenanlage bietet
eine Grundlage, um kommende Herausforderungen zu beherrschen.