Prüfstandbau Luftfahrt
Snecma Moteurs

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Das Leistungsspektrum von Snecma Moteurs – für die Düsentriebwerke entwickelte und baute Bertrandt einen Prüfstand, der flexibel einsetzbar und innerhalb kürzester Zeit eine große Anzahl an Tests durchführen kann.

Aufgabenstellung: Vorabstudie und Lösungsauswertung
Im März 2000 erhielt Bertrandt Bièvres eine Anfrage von Snecma Moteurs, einem der größten Motorenhersteller von Triebwerken für die zivile und militärische Luft- und Raumfahrt. Es sollten Lösungen entwickelt werden, wie der für die Durchführung von Tests zur Vibrationsermüdung von Turbinenschaufeln benötigte Zeitaufwand signifikant reduziert werden kann.

Die konkrete Zielsetzung bei diesem Projekt lautete: Die Aufstellung der eingesetzten Prüfstände soll innerhalb eines halben Tages anstatt einer ganzen Woche erfolgen. Zudem sollte die Positionierung der Sirene – einem Hochfrequenz-Luftstromerzeuger – im Hinblick auf ihre Präzision verbessert werden. Dabei sollte die Option bestehen, die Position der Sirene während der Tests schnell anpassen zu können, aber auch die Wiederholbarkeit der Positionierung im Falle von Tests an verschiedenen identischen Schaufeln gesichert sein. Das Bertrandt-Team schlug folgende Vorgehensweise vor: Erstellung eines Lastenheftes mit anschließender funktioneller Analyse, Aufzeigen von technischen Lösungen sowie deren Vergleiche. Der Zuschlag zugunsten Bertrandt Bièvres erfolgte Mitte 2000.

ref_snecma_02.jpgErgebnis: Drei Lösungsvorschläge
Insgesamt präsentierte Bertrandt drei Lösungsansätze, von denen Snecma Moteurs denjenigen mit dem höchsten Grad der Automatisierung auswählte – eine Konstruktion einer Signalbrücke mit drei motorisierten und zwei manuellen Achsen. Dieser Prüfstand ermöglichte es, die Sirene im Raum so zu positionieren, dass die Steuereinheit direkt am Prüfstand, aber auch weiter entfernt im Kontrollraum platziert werden kann.

Vorentwurf: Gesamtkostenschätzung
Auf Wunsch der Entwicklungsabteilung von Snecma Moteurs erarbeitete Bertrandt Bièvres einen Vorentwurf für den ausgewählten Lösungsvorschlag. Dabei sollten die vorgesehenen technischen Lösungen definiert sowie die mit dieser Alternative verbundenen Kosten und Fristen benannt werden.
 
Projektmanagement: Von der Konzeptstudie bis zur Installation
Im Mai 2002 erfolgte der Zuschlag für die Entwicklung und Herstellung des Prüfstandes. Der Projektumfang umfasste die Generalunternehmerschaft, das Projektmanagement, die Konzeptstudie, die Herstellung sowie die Montage und Installation bis zur Einstellung bei Snecma Moteurs vor Ort. Die Elektronikumfänge sowie Produktion des Prüfstandes nahm Bertrandt Bièvres gemeinsam mit Partnern vor. Pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt im Oktober 2002 war der Prüfstand lieferbereit – sein Gesamtgewicht beträgt 1,4 Tonnen, von denen allein 800 Kilogramm auf den beweglichen Teil entfallen. Auf Wunsch von Snecma Moteurs wurde die Lieferung für 2003 geplant. Dieser Entscheidung folgte eine gemeinsame Leerabnahme, bei der die funktionelle Übereinstimmung nachgewiesen wurde. Im Februar 2003 war es dann soweit: Lieferung und Installation wurden durchgeführt, die mit der Inbetriebnahme zwei Tage in Anspruch nahmen. Anschließend erfolgte eine Präsentation der Anlage, um dem Team von Snecma Moteurs die Funktionsweise der Maschine zu zeigen. Nachdem Snecma Moteurs den Prüfstand einen Monat getestet hatte, führte Bertrandt die Endabnahme durch. Das gesamte Team erhielt zum Abschluss des Projektes für das Ergebnis seiner Arbeit ein großes Lob von Snecma Moteurs.
 
Ausblick
Aufgrund des guten Projektverlaufs erhielt Bertrandt Bièvres die Verantwortung für weitere Folgeprojekte. Bertrandt bedankt sich für das Vertrauen, dass Snecma Moteurs in seine Kompetenz und Flexibilität setzt und freut sich, auch in Zukunft die gute Zusammenarbeit im Bereich Engineering von Prüfstationen fortsetzen zu können. Ein herzlicher Dank geht an alle Beteiligten, die zu dieser positiven Entwicklung und zum Gelingen dieses faszinierenden Engineering-Projekts beigetragen haben.