Interieurumfänge
Echte Fahrfreude
zeigt Opel mit dem Vectra Caravan, einer Kombination aus elegantem
Design, kraftvoller Dynamik und 2,83 m Radstand. Der auf Basis der
Signum-Bodengruppe mit langem Radstand entwickelte Kombi erhielt durch
eine weitere Verlängerung im Heckbereich einen komplett neuen
Hinterwagen.
Der Auftrag enthielt die Entwicklung der kompletten Heckklappen- und
Seitenwandverkleidung im Laderaum inklusive der Ladekantenverkleidung.
Zudem sollte in der Seitenwandverkleidung ein System zur Unterteilung
des Kofferraums vorgesehen werden, das von Anfang an bei der
Entwicklung einbezogen werden musste.
Weiterhin zu berücksichtigen waren Packagekomponenten, wie Elektrik,
Rohbau, Ladevolumen, Blackbox, Stauraum für Verbandskasten und
Warndreieck sowie die Zugriffsmöglichkeit zu den Heckleuchten. Darüber
hinaus der Zugriff auf die Sicherungen des RZM (Rear Zone Module) und
die Entriegelung der Anhängerzugvorrichtung. Diese wegklappbare und aus
dem Kofferraum zu entriegelnde Anhängerkupplung kam beim Vectra Caravan
erstmalig zum Einsatz. Die Schnittstellen zu den Fachbereichen wie
Rohbau, Elektrik, Isolierungen und Sitze deckte vornehmlich Opel ab, da
sehr viele unterschiedliche Lieferanten in dieses Projekt integriert
waren.
Entwicklung Seitenwandverkleidung
Eine besondere Herausforderung war die Entwicklung der
Seitenwandverkleidung mit dem integrierten FlexOrganizer System, dessen
Auslegung bei Bertrandt erfolgte. Geplant war ein System mit zwei
parallelen Leisten auf beiden Seiten der Seitenwandverkleidung, in die
man verschiedene Elemente wie beispielsweise Trennnetze, Trennwände
oder Haken einhängen kann.
Die Gegebenheiten des Umfelds auf der linken Seite des
Kofferraums ließen dabei einen sinnvollen Abstand der beiden Leisten
von 310 mm zu. Da die Trennwände nicht nur vertikal sondern auch
horizontal einsetzbar sein sollten, integrierten die Ingenieure
zusätzlich Befestigungs-Ösen mit einem Abstand von 77,5 mm in die
Leisten.
Seitenwandverkleidung
mit integriertem FlexOrganizer System: Mit dem innovativen
FlexOrganizer bringt Opel Ordnung in den Kofferraum.
Der Laderaum
kann durch verschiedene Netze und klappbare Trennwände den Bedürfnissen
der Kunden angepasst werden und schafft Platz für unterschiedlich große
wie auch zerbrechliche Ladung.
Um die
im Fahrbetrieb auftretenden Kräfte aufnehmen zu können, wurden nun die
sichtbaren Kunststoffleisten auf der Verkleidungsrückseite jeweils mit
einer Stahlschiene verstärkt, die über entsprechende Halter an der
Karosserie verschraubt sind. In die Löcher der Leisten kann jetzt zum
Beispiel ein Netz mit drei Stangen eingehängt werden, die sehr variabel
nutzbar sind. So entstehen eine Vielzahl von Anordnungsmöglichkeiten
(L-, V- oder A-förmig usw.). Ein Verrutschen der Ladung wird
verhindert.
Entwicklung Heckscheibenrahmen und Rückwandabdeckung unten
Bei der Entwicklung des oberen Heckscheibenrahmens war es durch die
enge Zusammenarbeit mit den Designern möglich, dieses Bauteil als
einteilige Lösung auszuführen, obwohl es zuerst mehrteilig geplant war.
Dies zeigte sich nach einer Analyse der ersten Stylingentwürfe, wonach
durch kleinere Formänderungen das gewünschte Ergebnis realisiert werden
konnte, ohne zu einer Veränderung des Designs zu führen. So wurden die
Oberflächen entsprechend optimiert und die einteilige Lösung umgesetzt.
Ein weiterer positiver Aspekt ergab sich durch hierüber erzielte
Kosteneinsparungen.
Auch bei der Abdeckung der Rückwand unten konnte aufgrund
eines sehr frühen Einstiegs von Bertrandt in das Projekt Einfluss auf
das Schlosspackage genommen werden. Hier realisierten die
Bertrandt-Ingenieure im Schlossbereich eine Klappe, die die
Schlossöffnung fast komplett abdeckt. Im Vergleich zu vorherigen
Modellen eine Neuerung, die bis dato nicht in diesem Maße möglich war.
Dies hat eine erhebliche Verbesserung des optischen Qualitätseindrucks
zur Folge, da die sonst übliche Deckecke für den Endkunden nicht mehr
sichtbar ist. Möglich wurde dies auch durch eine von Bertrandt
initiierte Änderung der Montagereihenfolge: Die Abdeckung Rückwand
unten wird heute als letztes Teil nach dem Einstellen des Schlosses
eingebaut, wodurch der benötigte Freiraum zu den Einstellschrauben
entfällt.
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