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Mercedes-Benz SL Roadster |
Innovation, Emotion, Dynamik und technische Perfektion

Außenform
Bertrandt Sindelfingen (heute Bertrandt Technikum), erstellte auf Basis
der von DaimlerChrysler gelieferten Abtastung die
Prototyp-Oberflächendaten. Im Juni 1997 folgte die Konstruktion der
gesamten Außenform-Seriendaten. Die Grundflächen bis zum Stand PTS
wurden auf SYRKO, anschließend auf CATIA aufgebaut. Fugen und Flansche
an Türen, Scheinwerfern, Stoßfängern, Rückleuchten, der Heckklappe, dem
Dach und weiteren Teilen wurden an- und eingefügt.
Rohbau
Nachdem bereits Ende 1996 verschiedene Prinzipschnitte in Abstimmung
mit den Fachabteilungen betrachtet wurden, setzte das Team Rohbau 1997
auf dem qualitativ hochwertigen Stand der Außenform-Daten auf. Das
Projekt beinhaltete die Datensatzerstellung von Seitenwand, Heck und
Heckdeckel in der gesamten Entwicklungszeit von PT über PTS hin zur
Serie, den Vorbau in den Phasen PT und PTS und den Haupt- und Heckboden
in der Phase PTS.
Während
der dreijährigen Konstruktionsphase wurden Resident-Engineers direkt
vor Ort beim Kunden eingesetzt. In enger Zusammenarbeit mit
Daimler-Chrysler konnte die Prozesskette abgesichert, Schnittstellen
reduziert, Informationen optimal ausgetauscht und Synergieeffekte
effizient genutzt werden.
Dach
Das Variodach ist eines der technischen Highlights des SL. Während des
innovativen Faltvorgangs wird die leicht gekrümmte Heckscheibe um die
horizontale Achse gedreht und kommt parallel zum gebogenen Dachsegment
im Kofferraum zum Liegen. Diese damals komplett neuartige Lösung
benötigt wenig Platz und ermöglicht deutlich mehr Kofferraumvolumen.
Vom verantwortlichen Dachlieferanten wurden wir mit der Konstruktion
des Rohbaudaches, der beiden C-Säulen, der Heckscheibe und der
Dichtungen betraut, und waren somit von der Vorentwicklung bis zur
Serie in das Projekt integriert.
Aufbauend auf den Rohbaudaten wurden Fugen und Trennungen auf
Basis der vorgegebenen Dachkinematik festgelegt. Unter Zuhilfenahme von
Erfahrungswerten wurde die Machbarkeit überprüft und daraufhin die
beauftragten Umfänge konstruiert.
Das Zusammenspiel zwischen DaimlerChrysler, dem Zulieferer
und Bertrandt, ermöglichte die Anbindung an das Dachgestell, das
Einklappen des Daches sowie die Funktion des Heckdeckels und die
passgenaue Abdichtung diverser Bauteile.
Dichtungen
Auch in die Konstruktion fast aller Abdichtungen am SL und der
A-Säulenblende waren wir involviert. Langjährige Erfahrung und
Fachkenntnis sind nötig, um ein – bei einem Premiumprodukt wie dem SL
unabdingbares – perfektes Wassermanagement zu entwickeln. Da beim
Einklappen des Daches die Heckscheibe um die Y-Achse gedreht wird,
stellte die Konstruktion der Heckscheibe und die Abdichtung am
Drehpunkt eine besondere Herausforderung dar.
Heckdeckelkonstruktion
Die Konstruktion des Heckdeckels, der Kennzeichenmulde für die Europa-
und US-Varianten und alle dazugehörigen Abdichtungen wurden ebenfalls
von uns vorgenommen. Auch hier mussten wir einige schwere Brocken
stemmen: Die Unterbringung des Schließsystems, der Griffklappe, der
Scharniere für die beiden Öffnungsrichtungen und des Antriebsmotors der
Seitenklappen, die während des Faltvorgangs einklappen und somit Platz
für die C-Säulen machen. Die anspruchsvolle Formgebung des Heckdeckels,
einschließlich des komplexen Packagings machten mehrere
Optimierungschleifen erforderlich, die mit dem Kunden abgestimmt
wurden. Von der PT-Phase bis hin zur Serie waren wir stark in das
Projekt integriert.
Interieurverkleidungen
Auf ersten Prinzipschnitten aufbauend, wurden die A-Säulenverkleidung,
die vordere Dachrahmenverkleidung samt Verkabelungswegen und
Befestigungen sowie die Sonnenblende mit Lagern von uns konstruiert.
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