BMW M5 Stoßfängerentwicklung
ref_bmwm5_01 Davon träumen nicht nur kleine Jungs. Die Rede ist vom neuen BMW M5. Dem edelsten und zugleich stärksten aus der M5-Reihe, den es je gab. Bertrandt Neckarsulm war im Auftrag der BMW M GmbH beteiligt, die in diesem Fahrzeug vereinte Freude am Fahren und den Hochleistungsgedanken im Bereich der Stoßfängerentwicklung umzusetzen.

Premiumanspruch an Design und Funktion
Die Entwicklung eines Fahrzeugs beginnt bei der BMW M GmbH stets mit dem Ziel, am Ende des Prozesses ein Fahrzeug von ultimativer Sportlichkeit und Leistung auf die Straße zu bringen. Diese Ambition setzt aber auch höchste Ansprüche an die Entwicklung voraus. Als Kompetenzzentrum für Stoßfänger- und Frontendentwicklung im süddeutschen Raum war die Bertrandt Niederlassung in Neckarsulm in einem solchen Projekt ausgewählter Partner der BMW M GmbH. Beim M5 waren durch das Hochleistungskonzept andere Anforderungen an Technik und Design zu berücksichtigen als beim Sportpaket der 5er-Reihe, das ebenfalls von Bertrandt Neckarsulm betreut wurde. Technische Feinheiten prägten die Arbeit der Ingenieure bei beiden Entwicklungsumfängen. Hierzu gehörte beispielsweise beim M5 die integrierte Luftführung im Unterboden, die die angeströmte Luft unter dem Fahrzeug bis zum Heck führt und über eine große Diffusoröffnung durch den hinteren Stoßfänger leitet. Beim Sportpaket für die 5er-Reihe galt es, das Abstandsradar ACC zu integrieren.

Stoßfängerentwicklung ohne doppelten Boden
Die anstehenden Entwicklungsarbeiten wurden mit dem Systemlieferanten REHAU und der BMW M GmbH in 14-tägigen Simultaneous-Engineering-Sitzungen definiert und von allen Beteiligten konsequent und unkompliziert umgesetzt. Nach Abschluss der Konzeptphase wurden die Einzelteile mittels CAD auskonstruiert. Ab diesem Zeitpunkt war es erforderlich, den Entwicklungslieferanten REHAU (5er und 6er Serienstoßfänger) intensiv in die Prozesskette mit einzubinden, um die Synergien und Erkenntnisse aus der Serie zu nutzen. Wichtig hierbei war auch, dass alle lieferantenspezifischen Anforderungen aus Werkzeugbau, Montage, Lackierung und Logistik, etc. rechtzeitig in die Entwicklung einflossen.

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Stoßfänger des BMW M5 (links) und des BMW 5er Sportpaket (rechts)

Bei dieser Fahrzeugentwicklung wurde zugunsten der Terminschiene auf den Bau von Prototypwerkzeugen verzichtet und sofort mit dem Bau von Serienwerkzeugen begonnen. Zur Bestätigung von Konzepten erstellten die Modellbauer jedoch vereinzelt SLS-Teile. Die aus den Serienwerkzeugen resultierenden Bauteile zeigten die Stärken und Schwächen der Konzepte auf. Hieraus gewonnene Erkenntnisse sowie die Ergebnisse aus Versuch und Erprobung flossen maßgeblich in die Optimierung der Bauteile für den Serienanlauf ein. In dieser Phase wurden nur noch geringfügige Modifikationen an den Bauteilen vorgenommen. Das Hauptaugenmerk lag auf schnellen, unkomplizierten und kostengünstigen Lösungen, um Änderungen zu diesem späten Zeitpunkt ohne hohe Werkzeugkosten durchführen zu können.

Zusatzumfänge bestätigen Entwicklungsarbeit
Als Zeichen der sehr guten Zusammenarbeit konnte sich Bertrandt Neckarsulm im Laufe des Projekts für weitere Umfänge qualifizieren. Hierzu gehörten die Entwicklung der Heckklappenblende für den M5 sowie die Erstellung von Qualitätsvorschriften, Anordnungszeichnungen und Messplänen für beide Fahrzeuge. »In meiner Funktion als Teamleiter Exterieur bei Bertrandt Neckarsulm kann ich abschließend sagen, dass sich auch bei dieser Entwicklung gezeigt hat: Erfolg ist immer von den beteiligten Menschen abhängig. Nur mit hoch motivierten und engagierten Mitarbeitern kann ein Projekt in dieser Form bearbeitet werden.«

ref_bmwm5_03Ausblick
Bei der BMW M GmbH steht ein Nachfolgeprojekt auf der Agenda. Dank der guten Ergebnisse im Projekt M5 und 5er Sportpaket wurde Bertrandt Neckarsulm bei der Vergabe von Entwicklungsleistungen im Exterieurbereich berücksichtigt. Das ganze Entwicklungsteam von Bertrandt freut sich, im neuen Projekt wieder Partner zu sein.