BMW 7er
Ein Fahrzeug, das Maßstäbe setzt

ref_bmw7_01Pilotprojekt: Bertrandt stellt den PV-QI
Eine positive Vorreiterrolle durfte Bertrandt München im Februar 1999 in der Projektleitung Antrieb übernehmen: Wir stellten den prozessverantwortlichen Qualitätsingenieur (PV-QI) zwischen Baureihe und dem Fachbereich Entwicklung/Antrieb (EA), der für die gesamte Außenkommunikation des Fachbereichs verantwortlich zeichnet. Ziel dieser Aufgabe war unter anderem, jederzeit Transparenz in den Prozessabläufen zwischen den Fachbereichen und der Baureihe sicherzustellen.

Ebenso vertritt der PV-QI Qualitätsthemen des Fachbereichs, etwa die Implementierung und laufende Prüfung der Qualitätssteuerliste sowie die Kontrolle der Synchrocheckpunkte im Projektplan mit dem dazugehörigen Berichtswesen. Dabei betreut er auch das Änderungsantragsmanagement, um für einen besseren Überblick zu sorgen.

ref_bmw7_02Komponentenerprobung
1999 übernahmen wir Teile der Funktions- und Dauerabsicherung der Vordersitzvarianten. Im Auftrag von BMW und dem Sitzstrukturlieferanten wurde die Entwicklung über zwei Jahre in unseren Labors und bei BMW vor Ort begleitet. Da unsere Prüfstände genaue Abbilder der BMW-Originale sind, ist eine Vergleichbarkeit der Prüfergebnisse jederzeit gewährleistet. Zu maßgeblichen Verbesserungen konnten wir bei der mechanischen Lehnenbreitenverstellung des Multifunktionssitzes beitragen, die eine optimale Anpassung der Lehnenwülste an die individuelle Körperkontur erlaubt. Der Vorschlag einer optimierten Verbindung zwischen Polsterteil und Verstellsegmenten ermöglichte die Erfüllung der strengen BMW-Anforderungen hinsichtlich Funktion und Lebensdauer und wurde in Serie umgesetzt.

ref_bmw7_03Dauerläufe an den Schließsystemen
2001 führten wir drei Dauerläufe durch. Das Projekt beinhaltete die Funktionsabprüfung des Türaußengriffs im Zuschlagsversuch. Einem solchen Belastungstest musste ein akustisch entkoppelter Schließkeil ebenso standhalten wie das Schließsystem in der Sonderausstattung Keyless-Entry. Alle Lastwechsel wurden unter klimatischen Bedingungen durchgeführt. Außerdem nahmen wir Messungen der Türquersteifigkeit und der Türabsenkung vor.

Betriebsfestigkeitsuntersuchungen, Absicherung der Airbagsysteme und Insassenerkennung
Zeitgleich mit dem Beginn des ersten Dauerlaufs wurden im Versuch Betriebsfestigkeitsprüfungen an der Vorderachse vorgenommen. Mit dem Pendelprüfstand sicherten wir die verschiedenen Baustände der Achse ab, indem ein Bordsteinaufprall simuliert wurde. Anhand der Aufnahmen mit einer High-Speed-Kamera konnten die Eindringwege samt der dabei wirkenden Kräfte aufgezeichnet und bewertet werden. Die Erprobung der fahrer- und beifahrerseitigen Knieairbags wurde im klassischen Sinne durchgeführt. Im ersten Schritt erfolgten Durchläufe mit Teilen aus Prototypwerkzeugen, danach aus Serienwerkzeugen. Eine Umweltsimulation schloss sich an, die das Alterungsverhalten aufzeigte. Für die Headbagsysteme übernahmen wir für einen Lieferanten das Versuchsabsicherungsprogramm. Besonders stark eingebunden waren wir in der letzten Entwicklungsphase beim Beifahrerairbag. Bei BMW vor Ort unterstützten unsere Mitarbeiter die Entwicklung der Insassenerkennungssysteme. Der BMW 7er gilt als besonders innovatives Auto und spielt im Bereich der Insassenerkennung eine Vorreiterrolle.