Audi A5 Coupé
Sportlichkeit und Eleganz vereint

Bertrandt entwickelt Cockpit des neuen Audi A5 Coupé

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Mit dem Slogan „Eine neue Form des Fahrens“ bewirbt Audi sein neuestes Meisterstück, den Audi A5. Mit bewährter Audi-Technik vermittelt das außergewöhnliche Coupé dem Fahrer im höchsten Maße Fahrspaß und Komfort.
Zudem präsentiert es ein Interieur, das sowohl innovativ und ansprechend als auch  ergonomisch gestaltet ist. Genau hier steckt auch ein wenig Bertrandt mit drin.
Der Entwicklungsdienstleister war ausgewählter Audi-Partner bei der Funktionsentwicklung des Cockpits.

Der Auftrag: Ganzheitliche Funktionsentwicklung
Mit ihrem neuen Coupé sorgt die AUDI AG derzeit für Furore und positioniert sich einmal mehr als Vorreiter in den Disziplinen Design und Qualität. Diese Ziele durfte Entwicklungspartner Bertrandt unterstützen:
Der Premiumhersteller beauftragte den Engineering-Dienstleister, Konzepte und Prototypen für die Baugruppen Cockpit mit Instrumententafel, Ablagen und Mittelkonsole sowie die Tür- und Seitenverkleidungen zu entwickeln.
Diese  Modulentwicklung auf Basis des von Audi definierten Produktentstehungsprozesses umfasste neben der reinen Konstruktion Berechnungsleistungen und Versuchsumfänge. Erstmalig wurde auch die Integration der  Elektronikkomponenten im Cockpit und der Türverkleidung mit vergeben, was den Auftrag für Bertrandt Ingolstadt zu einer ganzheitlichen Funktionsentwicklung vervollkommnete.


Das Projekthaus: Interdisziplinäre Zusammenarbeit - Gesteuerte Kommunikation
Um den Erfolg des Projektes nachhaltig zu sichern, waren die Ressourcensteuerung und die damit verbundene Synchronisierung der Abläufe eine wichtige und zentrale Aufgabe. Hier setzt der Projekthausgedanke von Bertrandt an, der seit Jahren die interdi
sziplinäre Projektbearbeitung prägt.
Im Vordergrund stehen eine effiziente Projektarbeit sowie verkürzte und systematisch gesteuerte Kommunikationswege durch die räumliche Nähe aller Beteiligten. Diese verknüpft sowohl die lokale Zusammenarbeit von Bertrandt-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern untereinander wie auch mit den Teams von Audi bzw. den Geschäftspartnern.
Im konkreten Projekt Audi A5-Cockpit saß beispielsweise der Verantwortliche für den Modulquerträger direkt neben dem Entwickler des Handschuhkastens und dem Ingenieur für Elektrikintegration.


SE-Terminals
Zusätzlich sind im Projekthaus separate Besprechungszimmer, so genannte SE-Terminals (Simultaneous Engineering)  eingerichtet, die mit modernster CAx- und Visualisierungstechnik ausgestattet sind. Solche Einrichtungen er möglichen einem größeren Kreis von Gesprächspartnern, sich in technischen Fragestellungen abzustimmen, ohne den eigentlichen Entwicklungsbetrieb zu beeinträchtigen. Darüber hinaus wurde in direkter Nähe ein Kundenbüro für die Audi-Mitarbeiter der beteiligten Fachbereiche eingerichtet.


Benchmarkfläche
Eine Besonderheit im Cockpitprojekt ist die Benchmarkfläche inmitten der Projektstätte. Dort wurden alle Audi-Cockpits und wesentlichen Cockpits aus dem aktuellen Markt aufgebaut, um den Konstrukteuren und Entwicklern als Anschauungsobjekte zu dienen. Ziel war es, Anregungen für technische Lösungen zu finden und im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses die Entwicklung als Evolution voranzutreiben.


„Best-of“-Team
Durch die langjährige Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen der verschiedenen Fachbereiche von Audi und der erfahrenen Projektmannschaft von Bertrandt wurde ein „Best-of“-Team für den Kunden im Projekthaus zusammengestellt. Im Laufe der Projektbearbeitung konnten mit Hilfe der AUDI AG zusätzlich einige Systemlieferanten als Partner gewonnen werden. Mitarbeiter dieser Unternehmen wurden vor der Systemlieferantenvergabe in das Projekthaus integriert. Dabei leisteten die Partner in enger Kooperation mit Audi wertvolle Entwicklungsbeiträge hinsichtlich Machbarkeit und Fertigung. Allein der frühe Dialog mit der Produktion sorgte bei einem sehr engen Terminplan dafür, die Entwicklungsziele zu erreichen.


Projektmanagement
Das integrierte Projektmanagement wurde aufgrund der vielen Schnittstellen eines Cockpits auf eine besondere Probe  gestellt. Neben fünf Projektleitern und einem Gesamtprojektleiter im Cockpit verantworteten zwei weitere Projektleiter den Bereich Türverkleidungen. In den Hauptentwicklungszeiten haben über 45 Ingenieure und Techniker parallel im Projekt  mitgewirkt.

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Projekthausaufbau Cockpit –  effiziente Entwicklung durch übergreifende Kommunikation.





Das Projekt: 
Integrierte Entwicklung
Cockpit

Inhaltlich an erster Stelle steht die durch Audi getriebene Weiterentwicklung einer einteiligen Instrumententafel in zwei Farben mit einer hochwertigen Slush-Oberfläche.
Für die Fahrzeugsicherheit spielte in der Entwicklung die Anbindung  des  Beifahrerairbags eine wichtige  Rolle. Bei früheren Modellreihen wurde der Airbag mit Hilfe einer Luftsackführung und diversen Haltern aus Metall im Cockpit befestigt. Bei der neuen A5-Reihe  integrierten die Ingenieure die Luftsackführung in eine gesamtheitliche Kunststofflösung in der Instrumenten-Tafel. Neben der  konstruktiven Auslegung wurde dies im Rahmen der Funktionsentwicklung von der Berechnung simuliert und in einem separaten Detailprototypen durch den Versuch abgesichert.

Abgesehen von den klassischen Abstimmungsprozessen im Zuge des Simultaneous Engineering wurde auch ein Implantataufbau erstellt, mit dem in bestehender Umgebung die wesentlichen Geometrien werkzeugfallend realisiert werden konnten. Die daraus gefertigten Anschlussgeometrien sind in ein bestehendes Umfeld eingebracht und mittels diverser Airbagschussversuche abgeprüft worden. Als Trägermaterial kam  Polypropylen-Langglasfaser zum Einsatz. In diesem Zusammenhang konnten beachtliche Kosten- und Gewichtsvorteile umgesetzt werden.
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Der Innenraum des Audi A5 Coupé vereint komfortable Sportlichkeit

mit einem hohen Maß an Innovation.

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Isometrische Darstellung des CAD-Modells von Cockpit und
Mittelkonsole.

Mittelkonsole
Im Entwicklungsumfang für die Mittelkonsole war erstmalig eine längsverstellbare Armauflage enthalten. Als eine der  wichtigsten Schnittstellen zur Mittelkonsole ist der Bodenbelag in der A5-Modellreihe geschlossen ausgeführt worden. Dies verändert zwar das Mittelkonsolenpackage, verbessert aber die Montage und Dämmung erheblich.

Handschuhkasten
Bei der Entwicklung von mehreren Handschuhkastenvarianten standen die Herstellkosten besonders im Blickpunkt. Als weitere Evolutionsstufe wurden in Abstimmung zwischen Werkzeugkonzepten und Verbindungstechniken einerseits und durch die von Audi gewünschten Varianten andererseits zahlreiche Synergien gefunden und genutzt. So konnten beispielsweise Werkzeuginvestitionen beachtlich reduziert werden.

Tür-/Seitenverkleidung
Die Tür- und Seitenverkleidungen sind von Bertrandt konzeptionell sowie für die einzelnen Prototypen ausgelegt und entwickelt worden. Ein Zulieferer optimierte die Serienentwicklung der Verkleidungen. Hinsichtlich Integration und Schnittstellenmanagement war in der Serienentwicklungsphase weiterhin Bertrandt involviert.

Elektrikintegration
Mit der Elektrikintegration von Steuergeräten, Bedienelementen und dem Infotainment in Cockpit, Mittelkonsole, Ablagen sowie Tür- und Seitenverkleidungen wurde das Projekt abgerundet. Es galt, die unterschiedlichen Elektrikbauteile verschiedenster Lieferanten – unter Berücksichtigung von beispielsweise Bauraum oder Ergonomie – in das Interieur zu  integrieren. Hierbei spielte die SE-Arbeit von Mitarbeitern der AUDI AG, der Systemlieferanten und Bertrandt eine prägnante Rolle und führte die Partner zum gesetzten Ziel.

Resümee
Am Ende jedes Projektes zählt das Ergebnis. Die Qualität und der Anspruch, die Konsumenten aktuell bei den Audi-Händlern sehen können, beantworten alle Fragen: Das neue A5-Coupé lässt Herzen höher schlagen. Darüber hinaus konnte im gleichen Atemzug der gesamte Entwicklungsprozess optimiert und vor allem verkürzt werden. Ein neues Maß für die Abstimmung zwischen Funktion und Design wurde gesetzt. Die Funktionsentwicklung und die Themen der Fahrzeugsicherheit konnten durch das gesteuerte Zusammenspiel aller Beteiligten noch zielgerichteter umgesetzt werden. Ein gutes unternehmens- und fakultätsübergreifendes Team hat sich aus der erfolgreichen Entwicklung herausgebildet.

Erhard L. Dörr, Andree Hündling, Ingolstadt


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