| Bertrandt AG erwirtschaftet positives Jahresergebnis |
| 16.12.2004 | |
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Strategie und Organisation auf künftige Marktanforderungen ausgerichtet
Die Bertrandt AG hat im Geschäftsjahr 2003/2004 in einem schwierigen automobilen Marktumfeld ein positives Jahresergebnis erwirtschaftet. Die Marktposition als ein führender Entwicklungsdienstleister in Europa wurde gefestigt. Das Unternehmen hat seine Strategie und Organisation weiterentwickelt und will bei einem steigenden Marktvolumen mittelfristig weitere Marktanteile gewinnen. Aktive Maßnahmen zur Ergebnissicherung Da die von der Branche für 2004 erhoffte Marktbelebung ausblieb, habe das Unternehmen vielfältige Aktivitäten zur Ergebnissiche-rung unternommen, betonte Vorstandsvorsitzender Dietmar Bichler auf der heutigen Bilanzvorlage in Stuttgart. Dazu gehörten u. a. Veränderungen innerhalb des Geschäftsfeldportfolios, die verstärk-te interne Verschiebung von Arbeitsplätzen zur besseren Ressour-cenauslastung sowie die intensive Nutzung flexibler Arbeitszeit-modelle. Durch den Einsatz modernster Software-Tools wurden Projekt- und Prozessabläufe im internen Netzwerk verbessert. Positive Resonanz seitens der Kunden habe Bertrandt auf die 25,2%-Beteiligung des Industriekonzerns ThyssenKrupp AG erfahren. Hier sehe man großes Potential für einzelprojektbezogene Kooperationen beider Unternehmen im Bereich Modul- und Derivatentwicklungen für die Automobil- und Luftfahrtindustrie. Vorschlag zur Dividendenzahlung von 0,15 Euro Bei einer nahezu gleichen Gesamtleistung von 221,3 Mio. Euro wurde ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 5,9 Mio. Euro erwirtschaftet. Während sich das EBIT im Inland von 7,1 Mio. Euro auf 8,9 Mio. Euro verbesserte, beträgt das EBIT im Ausland -3,0 Mio. Euro. In diesen Werten sind Aufwendungen für Re-strukturierungen in Höhe von rund 3 Mio. Euro enthalten. Der Jahresüberschuss erhöhte sich auf 2,0 Mio. Euro. Auf Basis des Jahresergebnisses werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 16. Februar 2005 die Zahlung einer Dividende von 0,15 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie vorschlagen. Solide Finanzstruktur und Personal als Erfolgsfaktoren Der Forderungsbestand und die Finanzverbindlichkeiten seien im dritten Jahr in Folge gesenkt worden, hob Ralph Jacoby, Vorstand für Finanzen und Personal, hervor. Die Eigenkapitalquote liege mit 40 Prozent auf einem im Branchenvergleich hohen Niveau. Der Free Cash-flow sei mit 8,5 Mio. Euro erneut positiv und die Investitionen wurden vollständig aus dem Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit abgedeckt. Wesentliche Erfolgsfaktoren für Bertrandt seien die hohe Fachkompetenz sowie Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter, betonte Jacoby. Durch einen flexiblen Mitarbeitereinsatz innerhalb des Ressourcenmanagementsystems bleibe wertvolles Know-how erhalten. Mit einer bedarfsorientierten und kontinuierlichen Weiterbildung der Mitarbeiter unterstütze das Unternehmen die strategische Ausrichtung. Marktchancen in Potentialfeldern nutzen Im Rahmen des Projektes "Im Netzwerk zur Stärke" habe Bertrandt die Marktperspektiven sorgfältig analysiert. So soll das Marktvolumen für Entwicklungsleistungen nach Expertenmeinung in den Bereichen Motorapplikationen, Karosserie sowie Elektrik/Elektronik bis 2015 von heute 10 Mrd. Euro auf rund 15 Mrd. Euro steigen. Mit einer Anpassung der Strategie und Organisation sei die Grundlage für ein quantitatives und qualitatives Wachstum gelegt worden, sagte Bichler. Überproportionale Marktanteile wolle man in den vier Potentialfeldern Antrieb, Elektronik, Entwicklungsbegleitende Dienstleistungen sowie Versuch und Erprobung gewinnen. Dazu seien in Fachbereichszentren Kompetenzen und Kapazitäten gruppenweit gebündelt worden. Sollten sich 2005 freundlichere konjunkturelle Rahmenbedingungen einstellen, sehe man gute Perspektiven für Bertrandt, so Bichler. |

