| Ertragssteigernde Maßnahmen zeigen positive Wirkung |
| 18.12.2003 | |
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Die Bertrandt AG hat im Geschäftsjahr 2002/2003 trotz anhaltend
schwieriger Marktbedingungen in der Automobilindustrie ein positives
Jahresergebnis erreicht. Der Hauptversammlung am 18. Februar 2004 werde
daher die Zahlung einer Dividende von 0,15 Euro je
dividendenberechtigter Stückaktie vorgeschlagen. Auf steigende
Anforderungen im Projektgeschäft hat das Unternehmen in den vergangenen
zwölf Monaten mit der Implementierung des 'Bertrandt Engineering
Network' reagiert. Durch eine stärkere Vernetzung des vorhandenen
Know-hows sollen der Kundennutzen erhöht und die Grundlagen für ein
weiterhin gesundes Wachstum des Unternehmens gelegt werden.
Ergebnisstarkes viertes Quartal Die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben das Geschäftsjahr 2002/2003 der Bertrandt AG berührt. Aufgrund einer heterogenen Projektlandschaft im Unternehmen seien ertragssteigernde Maßnahmen umgesetzt worden, betonte Dietmar Bichler, Vorsitzender des Vorstands, bei der heutigen Bilanzvorlage in Stuttgart. Diese hätten im vierten Quartal spürbare Auswirkungen gezeigt, da dieses mit 2,9 Mio. Euro das ergebnisstärkste Quartal darstelle. Bei einer Gesamtleistung von 226,9 Mio. Euro betrage das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) schlussendlich 6,1 Mio. Euro. Dieses sei durch gruppenweite Restrukturierungsaufwendungen an einzelnen Standorten sowie projektbezogenen Sonderaufwendungen bei der Tochtergesellschaft ZR - Zapadtka + Ritter GmbH & Co. KG in Höhe von 3,0 Mio. Euro belastet. Im Ausland habe der positive Verlauf in Frankreich die getätigte Neuausrichtung der Vorjahre bestätigt. Die Entwicklung der Niederlassungen in Schweden und Großbritannien sei von schwierigen Marktbedingungen gekennzeichnet. In Spanien wurde nach Vorjahresverlusten der Breakeven erreicht und in den USA würden erste Projekte bearbeitet. Verbesserung wichtiger Finanzdaten erreicht Vor dem Hintergrund wachsender Anforderungen der Finanzmärkte im Rahmen von Ratings und Basel II habe das Unternehmen durch eine langfristig ausgerichtete Finanzpolitik wichtige Finanzdaten (IAS) verbessert, hob Ralph Jacoby, Vorstand für Finanzen und Personal hervor. Dies ermögliche die Fortsetzung einer kontinuierlichen Dividendenpolitik. Insgesamt konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr Verbindlichkeiten in Höhe von 11,3 Mio. Euro zurückgeführt werden. Die Eigenkapitalquote sei auf 38 Prozent gestiegen. Qualifizierungsmaßnahmen für Mitarbeiter fortgeführt Da die fachliche Kompetenz und die persönliche Qualifikation des Personals Schlüsselrollen in der Projektbearbeitung spielen, habe Bertrandt auch unter den anhaltenden Marktbedingungen die Weiterbildung der Mitarbeiter gezielt fortgeführt, betonte Jacoby. Durch den Ausbau des unternehmensweiten Ressourcenmanagementsystems soll der Einsatz der Ingenieure in Projekten bedarfsorientiert, kundenbezogen und standortübergreifend gesteuert werden. Trend zu steigender Modellvielfalt auf IAA bestätigt Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt hätten die Hersteller die Trends zu einer steigenden Modellvielfalt sowie sinkenden Entwicklungszeiten bestätigt, sagte Bichler. Die Fortführung der Nischenpolitik, eine Befriedigung individueller Konsumentenwünsche sowie der Einsatz innovativer Werkstoffe böten künftig Perspektiven im Markt für Entwicklungsleistungen. Positive Resonanz auf Bertrandt Engineering Network Eine höhere Komplexität in der Projektbearbeitung erfordere zunehmend die Fähigkeit zur Steuerung und Integration interner und externer Prozessabläufe, betonte Bichler. Das Unternehmen habe darauf mit einer stärkeren Vernetzung des gruppenweit vorhandenen Know-hows reagiert. Die im Rahmen der Implementierung des 'Bertrandt Engineering Network' vorgenommene Differenzierung der Dienstleistungspalette auf die vier Schwerpunkte 'entwicklungsbegleitende Dienstleistung, Bearbeitung von Fachthemen sowie Entwicklung von Modulen und ganzheitlicher Fahrzeugderivate' sei auf der IAA auf positive Resonanz bei Kunden gestoßen. Position als führender Entwicklungspartner festigen Experten betrachten den Markt für Entwicklungsleistungen als ein wachsendes Segment in der internationalen Automobilindustrie. Für das Jahr 2004 sei der Ausblick in der gesamten Automobilbranche verhalten optimistisch, eine schnelle Belebung der schwierigen Rahmenbedingungen werde aber noch nicht erwartet. Mit seinem Geschäftsmodell sei das Unternehmen am Markt gut aufgestellt, sagte Bichler. Man habe sich mit seinem Leistungsangebot kundenorientiert aufgestellt und gehe die kommenden Herausforderungen im Geschäftsjahr 2003/2004 aktiv an. Durch Nutzung sich am Markt bietender Outsourcingpotentiale wolle man auch im dreißigsten Jahr seit Gründung des Unternehmens 1974 die Position als einer der führenden Entwicklungspartner in der internationalen Automobilindustrie festigen. |

